Konzept der Nachmittagsbetreuung am pGK
Bildung unter Einbezug aller Sinne
Wir sehen unsere Schule nicht als bloße Ausbildungsstätte, sondern als einen Ort, in der die Kinder prägende Erfahrungen machen und sich zu freien und selbst bestimmten Menschen entwickeln sollen. Dieser Bildungsprozess wird nicht nur durch die Förderung kognitiver Fähigkeiten, sondern auch durch den Aufbau sozialer, körperlicher und kreativer Fähigkeiten geprägt. Unser Ziel als Nachmittagsbetreuung ist es daher im Sinne einer ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung, jene Kompetenzen zu fördern, für die während des regulären Unterrichts am Vormittag wenig Zeit bleibt. Wir sehen uns nicht als bloße Beaufsichtigungsorgane, sondern wir möchten, dass sich Schülerinnen und Schüler wertvoll und sicher fühlen und in einer geschützten Atmosphäre lernen, arbeiten, spielen und ihr Potential entfalten können. Demzufolge soll die Nachmittagsbetreuung ein Ort sein, an dem Kinder und Jugendliche geistig, körperlich, sozial und kreativ unter Einbezug aller Sinne gefördert und begleitet werden sollen.
Individualität und Gemeinschaft
Wir betrachten jeden Menschen als einzigartig, und darum verfolgen wir das Ziel, individuelle Bedürfnisse, Interessen und Begabungen zu berücksichtigen.
Wenngleich der Fokus auf Selbstständigkeit und Eigenverantwortung eine hohe Priorität genießt, so achten wir gleichermaßen auf die Förderung von Gemeinschaft. Die Schule sowie die Nachmittagsbetreuung sind Orte des Dialogs und des sozialen Austauschs. Das Herstellen eines kollegialen Gemeinschaftsklimas durch gemeinsame außerschulische Aktivitäten ist uns daher sehr wichtig. Dies geschieht etwa durch demokratische Abstimmungen oder transparente Entscheidungsfindungen durch Miteinbezug der Schülerinnen und Schüler.
Kein Mensch ist perfekt, und so ist auch das Fehlermachen erlaubt und sogar erwünscht, denn gerade durch den Umgang mit Fehlern kann man wachsen und für das Leben lernen. Konflikte treten überall auf, wo Menschen eine längere Zeit miteinander verbringen. Auch hier achten wir darauf, dass Probleme untereinander friedlich und, unter der Anleitung einer pädagogischen Person, selbstständig und konstruktiv gelöst werden.
Das Stützen auf zentrale christliche Werte, kombiniert durch das Verfolgen pädagogischer Ziele, unterstützt uns dabei, all diese geplanten Vorhaben in die Tat umzusetzen: das Übernehmen von Verantwortung für andere, die Betonung wichtiger Prinzipien wie Gerechtigkeit, Demokratie und Nächstenliebe, das Zeigen von Wertschätzung und Offenheit gegenüber anderen, das Leben eines achtsamen Miteinanders oder das Hochhalten von Solidarität gegenüber sozial Schwächeren.
Nicht zuletzt beruhen unsere christlichen Wurzeln auf der Besinnung auf Tradition und das Feiern religiöser, aber auch säkularer Feste. Wesentliche Quelle für das gelebte Miteinander in der Nachmittagsbetreuung ist also auch unsere gepflegte Feierkultur.









