Nachmittagsbetreuung

Leitung und Kontakt: Mag. Philip Schuh, Telefonnummer: 0676/4225104, E-Mail: nabe@privatgym-klosterneuburg.ac.at

Angebot: Betreutes Mittagessen, Lernzeit mit Lehrer/innen der Schularbeitsfächer und fürsorglich-engagierte Freizeitbetreuung

Kosten: Mittags-, Nachmittags- und Freizeitbetreuung: 120 bis 300 Euro pro Monat

In der Nachmittagsbetreuung am privaten Gymnasium Klosterneuburg haben die Kinder die Möglichkeit, eine frisch gekochte Mahlzeit zu sich zu nehmen, Pause zu machen, in der Lernzeit ihre Hausübungen zu erledigen und Lernstoff zu üben. In der Freizeit erleben sie die Schule, die Schulumgebung und externe Orte in entspannter Atmosphäre kennen – sie können ein vielfältiges Angebot in Anspruch nehmen.

Die Kinder vertiefen in der Nachmittagsbetreuung ihre unterschiedlichen Neigungen, Interessen, Freuden und Fähigkeiten. Sie erleben die Schule und ihre Freizeitpädagogen/innen und Lehrer/innen in einem Setting, das sich vom Schulvormittag unterscheidet. Die Kinder erleben eine gute, lehrreiche und entspannte Zeit, müssen sich aber natürlich an die Hausordnung der Schule halten – im Umgang miteinander, mit den räumlichen Ressourcen und mit dem Eigentum der Schule.

Die Nachmittagsbetreuung ist in drei „Phasen“ unterteilt:

1.      Mittagszeit 

Die fünfzigminütige Mittagszeit besteht aus zwei Teilen. Je nachdem, welcher Gruppe man angehört, wird vorher Mittagessen im Speisesaal gegessen oder – meist im direkten Außenbereich der Schule – Pause gemacht. Die Gruppen sind nach Jahrgängen eingeteilt.

2.      Lernzeit 

Die Lernzeit wird nach Schulstufen in Gruppen geführt und von Lehrer/innen der Schularbeitsfächer geleitet. Die Schüler/innen erledigen ihre Hausübungen und haben die Möglichkeit Lernstoff mit individueller Hilfestellung zu üben.

3.      Freizeit 

In der Freizeit wird stark auf die persönlichen Interessen der Schüler/innen eingegangen, die am jeweiligen Tag die Nachmittagsbetreuung besuchen. Die Aktivitäten reichen von gemeinsamem Sport und Spielen, über Spaziergänge und Gesprächen bis hin zu Tätigkeiten, denen die Schüler/innen allein oder in Kleingruppen nachgehen (lesen, Brettspiele spielen, Musik hören, …).

Die Kinder können nach der Abmeldung bei dem/der Freizeitbetreuer/in oder der/dem Lehrer/in jeweils zum Ende der Schulstunden abgeholt werden oder mit Erlaubnis selbstständig nach Hause gehen.

Kommunikation mit den Eltern 

Die Kommunikation mit den Eltern und Erziehungsberechtigten erfolgt in der Regel über das „NaBe-Heft“. Hier werden einerseits die Hausübungen notiert und von der jeweiligen Lehrer/in der Lernzeit abgehakt. Andererseits haben Eltern und Erziehungsberechtigte in Ausnahmefällen die Möglichkeit Abweichungen der zu Schulbeginn getätigten Anmeldung mit Datum und Unterschrift im „NaBe-Heft“ zu vermerken und dadurch ihr Kind beispielsweise früher nach Hause gehen zu lassen.

Einstellung und Haltung

Wir halten und arbeiten als Team gerne und gut zusammen, geben uns Feedback und beraten uns gegenseitig über Situationen und Erlebnisse mit einzelnen Schüler/innen. Wir vertreten als Team eine klare, gemeinsame Linie und fordern Regeln ein, damit sich alle Kinder wohl fühlen. Wir pflegen mit den Schüler/innen und untereinander einen achtsamen Umgang und vertrauen uns beim Treffen von Entscheidungen.

Der Nachmittag beginnt mit der Mittagszeit. Zu Beginn wird gemeinsam ein spiritueller Impuls gestaltet. Dieser bietet die Möglichkeit der stillen Einkehr. Der lebendige Schultag wird abgeschlossen, die Dynamik des Schulalltags unterbrochen und verlangsamt. Mit einem Gong und einem Gebet, das immer ein anderes Kind liest, wird vor dem Essen innegehalten und Dankbarkeit geteilt.

Wir gehen mit den Kindern täglich auf den Schulhof und unternehmen Aktivitäten an der frischen Luft und in der Natur. 

Den Kindern fällt es manchmal schwer, eine gemeinsame Entscheidung für eine Tätigkeit in der Freizeitgestaltung zu treffen. In diesen Fällen achten wir über längere Zeiträume darauf, dass alle Stimmen gehört werden und alle Bedürfnisse, sofern es möglich ist, erfüllt werden. Jedes Kind muss lernen, dass es immer wieder einmal nachgeben und sich zum Wohl der Gruppe an einer gemeinsamen Aktion beteiligen kann.

Die Schüler/innen werden dazu ermutigt Konflikte selbstständig zu lösen. Wir beobachten, dass Kinder, wenn man ihnen etwas Zeit und eine kleine Aufforderung oder Anregung gibt, eigenständig Konflikte lösen, Probleme besprechen und sich gegenseitig helfen und trösten. 

Es gab schon viele Situationen, in denen sich Schüler_innen offensichtlich so wohl und sicher fühlten, dass sie sehr persönliche Geschichten aus ihrem familiären und freundschaftlichen Umfeld mit uns teilten. 

Wenn ein Kind ein Problem hat oder vor einer Herausforderung steht, wird individuell und achtsam darauf eingegangen. 

Es gibt an unserer Schule Vertrauenslehrer/innen, an die sich Kinder freiwillig und vertraulich wenden können. Auch Freizeitbetreuer/innen und Lehrer/innen, die nicht dezidiert Vertrauenslehrer/innen sind, haben gerne ein offenes und fürsorgliches Ohr für die Anliegen unserer Schüler/innen. 

Grundsätze wie Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Eigenständigkeit werden gemeinsam mit der Vermittlung christlicher Werte, wie dem Hochhalten von Traditionen, Zusammenhalt, Gemeinschaft, Nächstenliebe, sozialem Handeln und Gerechtigkeit vorgelebt und eingeübt.

Eindrücke von der Nachmittagsbetreuung

Unser Domino-Projekt in der Nachmittagsbetreuung

Unser Domino-Projekt wurde im Zuge einer dieser Lockdown-Notbetriebe geboren. Ziel war es, den zukünftigen SchülerInnen und deren Eltern unser Schulhaus zu präsentieren, da es schulexternen Personen zu dieser Zeit ja verboten war, das Gebäude zu betreten.

Wir ahnten damals jedoch nicht, welche Ausmaße das Projekt annehmen und dass das Aufstellen unserer Dominobahn viele Nachmittage des gesamten zweiten Semesters des Schuljahres 2020/21 in Anspruch nehmen würde. Viele verschiedene Ideen schossen nur so aus dem Boden, und parallel dazu steigerten sich unsere eigenen Ziele und Ansprüche an unsere Dominobahn. Dies führte schlussendlich dazu, dass das Video über zwölf Minuten dauert und fast alle Räumlichkeiten unserer Schule zeigt.

Am Projekt beteiligt waren einige SchülerInnen aus der Nachmittagsbetreuung. Hauptakteur war aber Leon Montel aus der damaligen 2A, ohne den das Projekt nicht zustande gekommen wäre. Leon investierte viel Zeit und Energie und bewies dabei außerordentliches Geschick beim Aufstellen der Steine, ein unglaubliches Durchhaltevermögen und einen großen Sinn für Planung, Teamwork, Kreativität und Kameraführung.

Danke an Leon und allen Beteiligten für die Arbeit an diesem besonderen Projekt.